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Jugendtag 2015: Gedanken aus dem Gottesdienst

Eckdaten
Wann: 21.06.2015
Wo: Jugendtag 2015 der NAK Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland in Wetzlar
Gottesdienstleiter: Bezirksapostel Bernd Koberstein
weitere Predigtbeiträge von: Apostel Leibfried, Apostel Haeck
Bibelwort aus Matthäus 28, 9
Und siehe, da begegnete ihnen Jesus
Kerngedanken des Gottesdienstes

Bezirksapostel Koberstein

Crossing Lines beschreibt Begegnungen. Wir haben mit unserem Leben eine „Linie“ bekommen. Man hat auf dieser Lebenslinie viele Begegnungen, unter anderem die Begegnung mit Jesus Christus. Braucht man das, Begegnung mit Jesus? Nein, bzw. es kommt darauf an, wo wir hin wollen? Wollen wir zu Jesus Christus, dann brauchen wir natürlich Begegnungen mit ihm. Warum ist Jesus überhaupt auf diese Erde gekommen? Der Sinn für das Kommen von Jesus Christus war sein Opfer. Jesus Christus hatte eine sehr klare stringente Linie: Er ist vom Vater in die Welt gekommen und er ist wieder zum Vater zurück gegangen. Eine klare Linie. Es gibt mit Christus keine zufällige Begegnungen, das ist unmöglich! 

Wir haben Begegnung mit Jesus Christus im Wort Gottes, das wir im Gottesdienst hören, und im Heiligen Abendmahl. Auch in der Gemeinschaft können wir Jesus Christus finden. Es ist immer eine Begegnung der Liebe, auf gut deutsch: Crossing Lines of Love. Wie definiere ich meine Linie? Welchen Sinn gebe ich meinem Leben? Die Wiederkunft Christi ist unser Ziel, aber auch nur ein Zwischenschritt! Das Ziel ist ewige Gemeinschaft mit Gott.

Jesus Christus hat sich von seinen Crossings nicht beeinflussen lassen. Er ist seine Line immer gerade weiter gegangen. Jeder wurde schon mal enttäuscht, wir werden nicht verschont. Wir entscheiden, was wir daraus machen, egal was kommt, wir lassen uns nicht abbringen. Ohne zu zögern. Wir gehen mit Christus zu Christus.

Begegnungen machen zuvor oft Bewegungen erforderlich. Will ich jemandem begegnen, muss ich mich zu ihm hin bewegen. Das ist mit Christus auch so. Der Glaube ist dieses Mittel, was uns hinführt zu Christus. Wir lesen in der Heiligen Schrift von vielen Begegnungen mit Christus. Und die Wirkungen waren durchaus unterschiedlich. Das lag nicht an Christus. Er hatte Begegnungen, bei denen passierte überhaupt nichts. Und es gab Begegnungen da passierte sehr viel.
Und als Jesus am Kreuz hing, hingen zwei bei ihm. Der Eine lästerte über ihn, der Andere jedoch bat Jesus, an ihn zu denken. Zwei Menschen haben Begegnung mit Christus in der gleichen Situation, aber mit völlig unterschiedlicher Wirkung. Das liegt am Glauben. Jesus sagte oft: „Dein Glaube hat dir geholfen!“ So ist das auch für uns. Dann passiert was, dann verändern Begegnungen mit Christus. Es gibt auch Begegnungen die nennt man Unfall, mag keiner, aber es gibt sie und oft verändert das. Es gibt auch das andere Extrem: wenn zwei sich begegnen und sich verlieben. So mag das heute neu mit Christus sein am Altar Gottes. Wir sollen uns neu verlieben und das mit unserem Glauben erleben. Das verändert uns. 

Apostel Leibfried

Vor Gott sind alle auf der gleichen Stelle/Linie und keiner hat einen Vorsprung; auch Amtsträger nicht. Wir wollen alle die Richtung behalten, um zum Ziel zu kommen. Christus erleben bringt uns näher und weiter zu Gott. Den Schritt müssen wir selbst gehen. Um Grenzen zu überschreiten braucht man immer wieder neuen Mut. Wir als junge Christen müssen auch manchmal Mut beweisen, auch einmal Grenzen überschreiten. Lasst es uns tun, ohne zu zögern und auf dieser Linie bleiben. Denn jede Begegnung ist eine Bereicherung und eine Gnade.

Apostel Haeck

Wenn die Orchesterspieler zum Singen in den Chor gehen, dann haben sich die Wege gekreuzt. Alle haben die selbe Richtung, alle wollen im Chor mitsingen. Nach dem Singen sind alle wieder zurück und wiederum gab es Crossing Lines. Alle wollten wieder an ihren Platz. Wenn wir nach dem Jugendtag alle wieder nach Hause gehen, dann haben wir ein Ziel, was uns Jesus selbst gegeben hat: Die ewige Herrlichkeit, die Gemeinschaft mit Gott, dem Vater und dem Sohn. Jeder geht zurück zum dem, wozu er gerufen ist, nämlich dem einen oder anderen zu begegnen und vielleicht auch, um anderen diesen Weg zu weisen und ihnen zu sagen: „Komm geh mit“

Zu Jesu Zeiten gab es einen Mann, der hat die Christen verfolgt, und auf einmal hat der liebe Gott gesagt, ich habe was anderes mit dem vor. Dann gab es eine Begegnung und aus Saulus wurde Paulus. Warum begegnete Christus dem Saulus? Weil er ihn in eine andere Richtung bringen wollte, nämlich Christus zu dienen, was der spätere Apostel Paulus in ganz magistraler Art und Weise getan hat.

Wenn uns auf unserem Weg auch mal ein helles Licht leuchtet, dann können wir uns auch mal hinterfragen und sagen: „Was machen wir? Dann ist die Richtung vorgegeben ans Ziel unseres Glaubens. Manchmal gibt es auch keine Wege, dann braucht man jemanden, der einem den Weg zeigt. Manchmal meint man dann auch, man kommt nicht vorwärts, es geht nicht weiter. Dann lass dich einfach führen und schau einmal in dein Leben. Schau Dir deine Begegnungen an: Dein Partner läuft dir auch nicht aus Zufall über den Weg. Wenn Du einen Arbeitsplatz suchst und jemand gibt dir einen Tipp, dann ist das auch kein Zufall. Lasst uns diese Begegnungen nutzen, um den Blick aufs Ziel gerichtet zu halten. So wie es von Christus geheißen hat, es gab nur zwei Linien. Eine von oben nach unten, vom Vater auf die Erde. Und von der Erde zum Vater, zwei Stiche, den wollen auch wir gehen.

Apostel Opdenplatz zur Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl

Warum heißt es Abendmahl? Weil es auf einen ganz bestimmten Tag zurück blickt, an dem Jesus mit seinen Aposteln zusammen gekommen war, um am Vorabend der Kreuzigung zu Abend zu essen. Er hat bei diesem Essen ein Sakrament eingesetzt, das heilige Abendmahl. Und seitdem wird es von gläubigen Christen zum Gedächtnis an diesen Abend und zum Gedächtnis an den Tod Jesu Christi am Kreuz gefeiert. 

Was hat das Abendmahl mit Crossing Lines zu tun? Der Bezirksapostel sprach die Situation an, wo der Sohn Gottes am Kreuz ist, mit den beiden Menschen an seiner Seite. Der Eine wendet sich ihm im Glauben zu und weil er so eine bußfertige Gesinnung zeigt, öffnete ihm Jesus den Weg zum Heil. Der Andere hat nur gespottet. Er war in der gleichen Entfernung zum Herrn, aber fand das Heil nicht. 

Das Bild des Kreuzes ist die Grundlage von Crossing Lines. Dieses Crossing Line ist auch ein Bild für das Heilige Abendmahl als Liebesmahl. Gott ist der, der da oben ist am Kreuz. Der Mensch ist der, der da unten ist: der Sünder, der Gnade braucht, der aber nach oben kommen will und durch die Gnade Christus auch da hin kommen kann. Und dann haben wir noch den Querbalken, das ist die Liebe zum Nächsten. Der ist auf gleicher Höhe wie du. Wenn Abendmahl in der Nächstenliebe, in dem Bewusstsein, mein Nächster ist auf gleicher Ebene wie ich, gefeiert wird, dann werde ich Gott ähnlich und dann kommt er im Abendmahl. Da ist noch etwas: es heißt im Bibelwort „Siehe, da begegnete ihnen Jesus“ und das ist im Abendmahl. Jesus Christus ist im Abendmahl gegenwärtig. Er hat Dich lieb und er hat mich lieb und er vergisst keinen. Christus vergisst keinen, er lädt alle ein. Gäste haben Gastrecht.

Apostel Lindemann zur Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl in Gedenken an die Entschlafenen

Diese Momente im Heiligen Abendmahl sind besondere Begegnungen mit dem Herrn. Wie ist das mit solchen die gestorben sind? Pech gehabt? Nein! Der Tod Jesu am Kreuz  ist nicht Ende seines Weges gewesen, sondern er ist dann in die Bereiche gegangen,  die für uns unsichtbar ist. Dort wo alle, die vormals gelebt haben und vom Evangelium nichts gehört haben, hat er es gepredigt. Es war auch nicht zufällig, das waren Crossing Lines. Können wir uns das vorstellen wie das gewirkt hat? Das muss eine Bewegung erzeugt haben. Wir wissen nicht wie viele Bewegungen erzeugt wurden.

Was machen wir jetzt? Was haben denn die Urkirche, die ersten Gemeinden, die ersten Versammlungen getan? Wir können nachlesen, das Sakramente auch an solche gespendet wurden, die schon gestorben waren. Das Heil ist zugänglich für alle. Die beiden Teile des Querbalkens vom Kreuz sind auch schöne Symbole für die sichtbare und die unsichtbare Seite. Alle auf dem selben Stand, alle haben den Zugang zum Herrn.  

Wenn wir mal Begegnung mit Menschen haben, wo wir nur Kälte spüren, dann können wir den Frieden aus Christus wünschen. Ob es eine Wirkung hat, wissen wir nicht. Jesus Christus hat alle eingeladen. Auch die Gegner des Christentums. Er hat gesagt: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ (Mt. 11,28). Das kann Herzen schmelzen, denn das ist eine Gotteskraft.

Fotos: Jessica Krämer
Den kompletten Gottesdienst gibt es hier zum Download.
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