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Jugendgottesdienst November 2017

zusammen mit der Jugend aus dem Bezirk Bonn

Die Jugendlichen aus den Bezirken Bonn und Wiesbaden erlebten am 12.11. einen gemeinsamen Jugendgottesdienst und eine Jugendstunde. Rund 100 Gläubige hatten sich dazu in der Kirche in Koblenz versammelt. Es war die erste gemeinsame Begegnung der beiden Jugendgruppen und eine gute Gelegenheit, sich bereits vor der Gebietskirchenzusammenlegung im nächsten Jahr kennenzulernen.

Der Tag begann mit einer Probe des Jugendchores, der die Lieder für den Gottesdienst übte und durch einige Jugendliche aus dem Bonner Bezirk verstärkt wurde. Zur Einstimmung auf den Gottesdienst spielte das Jugendorchester danach einige Stücke. Außerdem wurde kurz vor Beginn des Gottesdienstes das Lied „ Wie schön du bist“ von Sarah Connor abgespielt, das eine besondere Atmosphäre im Kirchensaal schuf und jedem die Möglichkeit gab, zur Ruhe zu kommen.

Grundlage des Gottesdienstes, den Priester Herber hielt, war das Bibelwort aus 1. Samuel 16, 7: "Aber der Herr sprach zu Samuel: Sieh nicht an sein Aussehen und seinen hohen Wuchs; ich habe ihn verworfen. Denn nicht sieht der Herr auf das, worauf ein Mensch sieht. Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an." Zum besseren Verständnis lasen zwei Jugendliche das Bibelwort zu Beginn der Predigt nochmals in einer anderen Bibelübersetzung vor und erläuterten den Kontext dieser Geschichte, in der Samuel von Gott beauftragt wurde, einen der acht Söhne von Isai aus Betlehem zum neuen König für das Volk Israel zu salben. Entgegen Samuels Erwartungen erwählte Gott mit dem Hirtenjungen David jedoch nicht den ältesten und stärksten, sondern den jüngsten Sohn der Familie.

Priester Herber stellte die Predigt unter das Motto „Gott sieht mehr“ und ging auf die biblische Geschichte von Samuel und David ein. Er ermutigte die Jugendlichen dazu, ein genauso großes Vertrauen in Gott zu haben, wie es der Hirtenjunge David damals gehabt hat, als er trotz aller Bedenken seines Umfelds gegen den Riesen Goliath kämpfte. Gott traut uns etwas zu, denn er hat jeden einzelnen Menschen selbst geschaffen und kennt jeden von uns, so der Priester. In diesem Zusammenhang erinnerte er an die Schöpfungsgeschichte, in der es nach der Schaffung des Menschen heißt: "Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“ Weiterhin warb Priester Herber dafür, sich Jesus als Vorbild zu nehmen und nicht nach menschlichen Maßstäben zu urteilen. Am Beispiel der Geschichte vom Zöllner Zachäus, der aufgrund seines Berufes von der damaligen Gesellschaft sozial isoliert, jedoch trotzdem von Jesus besucht wurde, machte er deutlich, dass Gott und Jesus das Verhalten von uns und anderen Menschen nach eigenen Kriterien bewerten.

Die Predigt wurde durch zwei Diakone aus dem Bezirk Wiesbaden und Priester Brunschede aus dem Bezirk Bonn ergänzt. Er sensibilisierte dafür, dass es für das Verhalten anderer Menschen, das wir manchmal überhaupt nicht nachvollziehen können, oftmals Gründe gibt, die für uns nicht sichtbar sind.

Im Anschluss an die Predigt wurde die Sündenvergebung und das Heilige Abendmahl durch eine Klavierimprovisation des Bußliedes „O Herr, nimm unsre Schuld“ vorbereitet. Nach der Feier des Heiligen Abendmahls stellte sich eine Jugendliche vor den Altar und sprach ein Fürbittgebet, in dem sie besonders für alle Jugendlichen eintrat, die in ihrem Alltag unter Mobbing leiden müssen.

Nach dem traditionellen Brunch im Anschluss an den Gottesdienst, trafen sich die Jugendlichen im Kirchensaal wieder zur Jugendstunde, die mit dem Einzug einer großen Fangemeinde begann, die in unterschiedlichen Trikots einmarschierten und Schilder mit „Go Jesus“ hochhielten. Die Jugendstunde stand unter dem Motto „Ich bin ein Fan von Jesus, oder?“ und motivierte die jungen Christen dazu, nicht bloß Fan von Jesus zu sein, sondern seine Nachfolger. Dazu erarbeiteten die Anwesenden zunächst die Merkmale eines Fans und beschäftigten sich dann mit der Fragestellung, worin der Unterscheid zwischen einem Fan und einem Nachfolger von Jesus besteht. Es stellte sich heraus, dass Nachfolge weit über das Fan-Dasein hinausgeht und erfordert, dass man selbst handelt und nicht bloß zuschauen kann. Der Nachfolger handelt beispielsweise im Sinne von Jesus und hat eine richtige Beziehung zu ihm, anstatt bloß das Leben und die Taten von Jesus zu kennen und aufzuzählen. Zudem folgt er Jesus immer und ausnahmslos nach und knüpft seine Nachfolge nicht an bestimmte Umstände oder Bedingungen. Der Nachfolger entscheidet sich jeden Tag aufs Neue für Jesus und fragt sich auch, was er selbst für Jesus tun kann, anstatt für sich selbst zu leben und bloß Erwartungen an Jesus zu stellen. „Er will dich nicht auf der Zuschauerbank, sondern auf dem Spielfeld“ lautete das Fazit der Jugendstunde. Zum Abschluss des Tages sangen alle gemeinsam das Lied „Singt ein Lied von Gott“.

Bericht und Fotos: Jan Erik Brunschede

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