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Berichte: Jugendwochenende in Oberreifenberg 2013

Mein Glaube und ich - das passt

Ist das eine Frage oder eine Aussage? Mein Glaube und ich, passt das zusammen? Oder doch eher: Mein Glaube und ich, das passt! Manch einer hat sich diese Frage vielleicht gestellt, der Nächste hat sogar die Antwort gefunden und für Andere war es einfach eine schöne Freizeit in Oberreifenberg.

Rund 100 Jugendliche und Betreuer aus dem Bezirk Wiesbaden verbrachten das Wochenende vom 23. - 25. August in der Jugendherberge Oberreifenberg. Die Freizeiten der vergangenen Jahre verbrachte man immer im berühmten Heisterberg, doch schnell wurde klar, dass man hier genauso viel Spaß haben konnte. Auf dem Fußballplatz wurden bissige Zweikämpfe geführt, Kicker und Tischtennisplatte waren rund um die Uhr belegt und abends belagerte man die Bar im Kaminzimmer der Jugendherberge oder das Klavier im Nachbarzimmer und wunderte sich als nach einer kurzen Nacht der Wecker am nächsten Morgen nicht mehr aufhören wollte zu klingeln.

Im Nachhinein betrachtet war es jedoch nicht nur ein spaßiges Wochenende im Kreis der Jugend, sondern vor allem ein Wochenende, an dem jeder in besonderer Weise Verbindung zu Gott herstellen und seinen individuellen Glauben erleben konnte. Nicht umsonst stand die Freizeit unter dem Motto „Mein Glaube und ich - das passt!“ Glaube hat für jeden eine persönlich kennzeichnende Bedeutung, vielleicht auch eine unterschiedliche Ausprägung. Zwar haben wir mit der Wiederkunft Christi ein gemeinsames Ziel, doch ist der persönliche Glaube auch individuell geprägt. Um jedem Teilnehmer die Möglichkeit zu geben, sich spezifisch mit seinem eigenen Glauben auseinanderzusetzen, bot der Samstag eine Vielzahl von Workshops zu verschiedenen Themen an.

Im Workshop “Mein Glaube im Alltag“ ging es darum, Störfaktoren im persönlichen Glaubensleben gezielt auszuschalten. Der Workshop „Apostelamt - wozu?“ besprach die Bedeutung des Apostelamts aus heutiger und aus der historischen Sicht. „Die Bibel - meine Landkarte auf dem Weg zu Gott“ hieß ein weiterer Workshop, in dem die Teilnehmer neue Zugänge zur Bibel fanden. Was einem das Gebet geben kann, wurde im Workshop „Beten lernen“ erfahrbar gemacht. Und wie man kürz, bündig und verständlich seinen Glauben erklärt, hat der Workshop „Neuapostolisch, ja klar!“ erarbeitet.

Besondere Momente, in denen man eine ganz persönliche Verbindung zu Gott aufbauen und seinen eigenen Glauben unvergleichlich erfahren konnte, bot die am Samstagabend stattfindende Mitternachtsandacht. Um ein Lagerfeuer herum saßen und standen die Jugendlichen mit ihren Betreuer. Zusammen wurde gesungen, aus der Bibel vorgelesen und zusammen wurde auch gebetet. Danach hatte jeder für sich die Möglichkeit, am Feuer zu verweilen und die Momente der Ruhe zu genießen. Es ist die vollkommene Stille, die einen solchen Moment auszeichnet und einen die Nähe Gottes in unübertrefflicher Weise spüren lässt. Vor allem das gemeinsame Gebet am Lagerfeuer stellte eine thematische Verbindung zum Gottesdienst dar, der am nächsten Morgen stattfand. Der Gottesdienst, dem das Wort „Du, Herr, bist gut und gnädig, von großer Güte allen, die dich anrufen. Vernimm, Herr, mein Gebet und merke auf die Stimme meines Flehens!“ aus Psalm 86, 5.6 zugrunde lag, stellte das Gebet in den Mittelpunkt und betonte die elementare Wichtigkeit dieses Glaubenselements. Es lohnt sich, Zeit für Gebete zu schaffen, da wir Gott zum Einen für seine Taten danken können und auf der anderen Seite Kraft in schwierigen Situationen erhalten. Die Hinwendung zu Gott im Gebet ist für uns außerdem eine Entscheidungshilfe, gibt Orientierung und zeigt neue Perspektiven in Situationen auf, in denen wir selbst nicht mehr weiterkommen zu scheinen.

Mit dem Gottesdienst ging die Jugendfreizeit zu Ende. Neben der Tatsache, dass mein Glaube und ich zusammen passen, die manch einer für sich vielleicht herausgefunden hat, wurde an diesem Wochenende aber auch wieder klar, dass der Glaube nur in einer Gemeinschaft funktioniert. Die Mitternachtsandacht beispielweise zeigte ganz deutlich auf, welche Kraft in dem gemeinsamen Glauben liegt. Der gemeinsame Glaube verbindet. Die meisten unter uns haben wahrscheinlich schon längst vergessen, dass unser Bezirk und damit auch die Jugend früher in zwei Teile geteilt gewesen ist. Während dieser drei Tage war davon jedenfalls nichts zu spüren. Der gemeinsame Glaube schafft viel Freude untereinander und sorgt für Glaubensmomente, die man nicht jeden Tag erfährt. Er macht ein bloßes Wochenende zu einem unvergesslichen Erleben.

Jan Erik Brunschede

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